Foto von Papst Benedikt XVI.

Litanei "Benedicere" für Orgel - eine Papstmusik

Papsttod und Papstwahl waren für die katholische Kirche, für die Medien der Welt und die Welt der Medien, für "urbi et orbi", für die Stadt Rom und den Erdkreis ein weltweites (Medien-) Ereignis.

Der Trauerzug zur Totenmesse und zur Bestattung von Papst Johannes Paul II. im April 2005, der Einzug der Kardinäle in das Konklave, in die "cum clave" verschlossene Sixtinische Kapelle, in die Klausur der Papstwahl und die feierliche Inauguration des neuen Papstes Benedikt XVI. wurden jeweils vom Gesang der Allerheiligenlitanei begleitet.

Wer dieses Ereignis und deren rituellen Abläufe am Radio oder im Fernsehen verfolgt hat, konnte (im Hintergrund) auch den Gesang der Allerheiligenlitanei als immer wiederkehrenden Begleitgesang wahrnehmen, der den prozessualen Ritus in eine andere, höhere, Ebene transportierte. Inhaltsträchtige Zeremonie und Ritual als Symbol für Trauer, Freude und Hoffnung.

So hat denn auch Papst Benedikt XVI. bei seiner Predigt zur feierlichen Amtseinführung auf dem Petersplatz in Rom am 24. April 2005 gesagt: "Drei mal hat uns in diesen ereignisreichen Tagen der Gesang der Allerheiligenlitanei begleitet: beim Begräbnis unseres heimgegangenen Heiligen Vaters Johannes Paul II.; beim Einzug der Kardinäle ins Konklave, und jetzt haben wir es soeben wieder gesungen mit der Bitte: Tu illum adiuva - sostieni il nuovo successore di S. Pietro. Jedes Mal habe ich auf eigene Weise dieses gesungene Gebet als großen Trost empfunden...".

Aus dem erlebten Zusammenhang der Aktualität von Papsttod, Papstwahl und Papstname entstand die Idee zu BENEDICERE. Benediktus ist nicht nur der Stifter des Benediktinerordens oder ein Teil des Meßordinariums. BENE-DICTUS meint "etwas Gutes sagen", die Frohbotschaft verkündigen, gesegnet sein. BENE meint auch, etwas Richtiges sagen. Die Italiener nennen "ihren" neuen Papst "Benedetto". Detto bene heißt auch: Gut gesagt. Die Massen auf dem Petersplatz haben nach dem verkündeten "Habemus papam" spontan mit einem gesungenen Namens-Ruf reagiert: "Bê-ne-detto", der, reiner Zufall, die Anrufungen der Allerheiligen-Litanei assoziiert.

Anruf und Bitte in der Allerheiligen-Litanei (z.B. Sancta Maria ff.... ora pro nobis / te rogamus audinos / miserere nobis) sind Motiv und Metapher in der vorliegenden Komposition und unterstreichen ihre allegorische Absicht.

BENEDICERE ist aus solchen Ereignissen und Zusammenhängen "erlebt", "erlebte Musik". Und das Symbol des Erlebten, die Anrufung der Vergangenheit als ein Aufruf für eine gute Zukunft in ständiger Gegenwart, meint immer: BENEDICERE.

Die Partitur von BENEDICERE ist im Musikverlag Schott, Mainz-London-Madrid-New York-Paris-Prag-Tokyo-Toronto, erschienen.

Eine Tonaufnahme, aufgenommen im Liebfrauenmünster in Ingolstadt mit Franz Hauk an der Orgel, ist über info@papstmusik-benedicere.de zu erfragen.

Notenblatt 29 - zum Anhören klicken!

 Hörbeispiel: Notenblatt, Seite 29

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 Letzte Aktualisierung: 04.08.2006